Hope of deliverance…

Zwei Wochen sind vergangen, seit mein Blogpost über den Lead-Designer von Kingdom Come: Deliverance ungeahnte Wellen geschlagen hat. Es ist Zeit, einmal zu schauen, welchen Verlauf die Debatte bisher genommen hat. Dieser Blogpost ist eine Art (kommentierter) Pressespiegel und soll die Grundzüge der bisherigen Debatte nachzeichnen. 13. Januar Am 13. Januar veröffentlichte ich den Beitrag… Weiterlesen Hope of deliverance…

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Das „authentischste“ Historienspiel aller Zeiten?! Die gewaltige Schräglage von „Kingdom Come: Deliverance“

Der 13. Februar lässt das Herz von Historygamer*innen und Mittelalterfans höher schlagen. Heute in einem Monat erscheint das vermeintlich „realistischste“ Historienspiel, das jemals über digitale Bildschirme flimmerte. Doch das Spiel hat ein massives Problem: seine „Macher“. Die „realistischste“ Mittelaltersimulation ever!!!1!elf Seit dem Start der Crowdfunding-Kampagne 2014 wird Kingdom Come: Deliverance von Fans und Gamingpresse als… Weiterlesen Das „authentischste“ Historienspiel aller Zeiten?! Die gewaltige Schräglage von „Kingdom Come: Deliverance“

Vorträge online: Jahrestagung des AKGWDS

Im September fand die Jahrestagung des Arbeitskreises Geschichtswissenschaft und digitale Spiele in Düsseldorf statt. Jetzt sind die Videoaufzeichnungen in der Mediathek der Heinrich Heine Universität abrufbar. Erinnerungskulturelle Wissenssysteme in MMORPGS (Nico Nolden) 3 D-Days (Tim Kucharzewski) Cold War Gaming – Überlegungen zum zeithistorischen Mehrwert digitaler Spiele (Florian Greiner, Maren Röger) Zeitlichkeit als analytische Kategorie im… Weiterlesen Vorträge online: Jahrestagung des AKGWDS

Quo vadis Authentizitätsdebatte? Von der Aura zur Atmosphäre

Nach der Arbeitstagung des Arbeitskreises Geschichtswissenschaft und digitale Spiele am 15. und 16. September 2017 habe ich die leidige Diskussion über die (vermeintliche) Authentizität von Geschichtsdarstellungen in digitalen Spielen aufgegriffen und mit Carlo Ginzburg für eine kasuistische Intervention von Historiker*innen in Authentizitätsdebatten plädiert. https://twitter.com/AK_GWDS/status/920251564429905921 Solche Interventionen zielten freilich darauf, sowohl die Darstellung (und damit ihre… Weiterlesen Quo vadis Authentizitätsdebatte? Von der Aura zur Atmosphäre

Ein resignierender Kommentar zum #Aufschrei wegen Campo Santo vs. PewDiePie

Die Youtube-Community ist außer Rand und Band. Weil Campo Santo, die Entwickler*innen von Fire Watch, Gebrauch von ihrem Urheberrecht machen und dem wiederholt durch rassistische und antisemitische Ausfälle auffälligen Let's Player PewDiePie untersagen, Videos zu produzieren, in denen Spiele von Campo Santo gezeigt werden. Ein resignierender Kommentar. Worum geht's hier? Eigentlich will ich das hier gar… Weiterlesen Ein resignierender Kommentar zum #Aufschrei wegen Campo Santo vs. PewDiePie

Humanitäre Hilfe in Spielen – die überfällige Erweiterung des Horizonts

Opfer von Krieg und Gewalt spielen in Computerspielen bisher kaum eine Rolle. Pixelleichen liegen zwar in der Landschaft herum und lassen sich in Schlachtberichten statistisch erfassen oder treiben den Rekrutenpool nach unten, aber eine wirkliche Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des Krieges vor allem auf die Zivilbevölkerung gibt es selten. Doch das scheint sich langsam zu… Weiterlesen Humanitäre Hilfe in Spielen – die überfällige Erweiterung des Horizonts

System is ready to reboot. Über Kontingenz in (Historien)Spielen

Kontingenz. Radikale Kontingenz. Kontingenz finde ich nicht nur deshalb wichtig, weil ich mit der postfundamentalistischen Hegemonietheorie sympathisiere, sondern auch weil historisches Bewusstsein für mich Kontingenzbewusstssein ist. Eine Geschichtsvermittlung, die es verpasst, den kontingenten Charakter des Historischen zu verdeutlichen, geht grundsätzlich fehl. Der Reload als Kontingenzreflektor In seinem Beitrag Save, Load & Reload in der Zeitschrift für Comupterspielforschung… Weiterlesen System is ready to reboot. Über Kontingenz in (Historien)Spielen

„Sauberer“ Nazi statt kritischer Auseinandersetzung

Vor einigen Tagen habe ich über Geschichtsverdrängung in Spielen insbesondere am Beispiel Nationalsozialismus und Holocaust geschrieben. Mit dem gestrigen Patch für Steel Division: Normandy 44 hat Eugen Systems den Kommandeur der 12. SS-Panzer-Division ‘Hitlerjugend‘ nach eigenen Aussagen auf Anordnung der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) in der deutschen Version des Spiels ersetzt. Statt Kurt Meyer wird jetzt Fritz… Weiterlesen „Sauberer“ Nazi statt kritischer Auseinandersetzung

„Ich spiele das Reich!“ – Geschichtsverdrängung und Entpolitisierung der Vergangenheit in Spielen

Die Faszination scheint groß: In der Rolle des ultimativen Bösen den Lauf der Geschichte verändern. Viele Spieler*innen schlüpfen so in die Rolle Hitlers bzw. des Dritten Reiches und steuern ihre Truppen zum Sieg für die Nationalsozialisten. Dabei Verdrängen sie (bewusst) die historischen Gräueltaten wie die Shoa und die Schrecken des Krieges überhaupt. Denn die Spiele… Weiterlesen „Ich spiele das Reich!“ – Geschichtsverdrängung und Entpolitisierung der Vergangenheit in Spielen

Über, durch oder aus Geschichte lernen?

Banale Frage? Vielleicht. Wortklauberei? Nicht ganz. Gerade im Kontext (medialer) Geschichtsvermittlung stoße ich mich immer wieder an der vermeintlichen Beliebigkeit der Verwendung dieser Präpositionen. Impliziert nicht jede von ihnen ein grundsätzlich anderes Verständnis von Geschichte? Und hat das nicht wiederum Einfluss darauf, wie Lernende Geschichte begreifen? Polemische Begriffsbestimmungen eines Nicht-Didaktikers. Über Geschichte lernen Etwas über Geschichte lernen, das heißt,… Weiterlesen Über, durch oder aus Geschichte lernen?